Nackt wie Gott sie schuf, aber noch ein bisschen schöner

Akt vor rustikalem Haus auf der Pfaueninsel in Berlin
Akt vor rustikalem Haus auf der Pfaueninsel in Berlin

Ich habe kürzlich gelesen, Kleidung sei ein Mittel zur Kommunikation mit unserer sozialen Umwelt. Demnach gibt Kleidung einer Frau (Fotografisch interessieren mich nur Frauen. Sollten Sie einen Mann auf dieser Seite finden, ist garantiert eine nackte Frau mit auf dem Bild.) die Möglichkeit, so zu erscheinen, wie sie gesehen werden will. Also ist eine nackte Frau so, wie sie eigentlich ist - die reine Seele sozusagen. Das macht sie interessant. Interessant ist die Idee noch aus einem anderen Grund, warum tragen manche freiwillig Uniformen? Aber das nur am Rande.

Technik fasziniert, aber Stromleitungen stören meist, in der Landschaft sieht man sie nicht gern. Anders ist das, wenn man fotografiert, wie diese Hochspannungsleitung über einer Apfelplantage bei Kreischa zeigt. Ohne die Leitung wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dort zu fotografieren.

Hochspannungsleitung und Apfelplantage bei Kreischa
Hochspannungsleitung und Apfelplantage bei Kreischa
18 Jahre jung, schlank, knackig, nackt und schön
18 Jahre jung, schlank, knackig, nackt und schön

In Afrika gibt es in einigen Gegenden den Brauch, dass unverheiratete Frauen nackt sind. Schade, dass das Wetter in Deutschland noch nicht so warm ist (ich fahre immer viel Auto, damit es noch wird). Denn die schönsten Frauen kommen natürlich aus Dresden. Eine so junge nackte Frau muss man einfach angucken.


Soweit ich das verstanden habe, gibt es zwei Arten von Frauen. Die einen versuchen zu überzeugen, in dem sie sich raffiniert anziehen, die anderen, indem sie sich ausziehen. (Es gibt noch eine dritte Art von Frauen, aber die ist fotografisch uninteressant.) Das ist ein bisschen wie der Unterschied zwischen Hund und Katze. Ich gestehe, mit Katzen kann ich nichts anfangen.

Lisa nackt im Weizenfeld Aktfotografie
Herausforderung - Akt im Weizenfeld

Lisa, hier im Weizenfeld, macht viel Sport und ist auch vor der Kamera ausgesprochen engagiert und ehrgeizig. Ihr schlanker Körper ist nicht nur was fürs Auge, mit ihr finden sich auch leicht verschiedene elegante Posen. Manchmal frage mich, aber traue mich nie zu fragen, ob das Getreide vielleicht sticht oder kitzelt.

Liegender Akt in einer Industrieruine
Liegender Akt in einer Industrieruine

Fotografen sind ständig herausgefordert schöne oder interessante Locations zu finden. Natürlich kann man die auch mieten. Aber schöner finde ich es, irgendwo zu sein, wo selten fotografiert wird. Da bieten sich Lost Places an. Die Graffitisprayer waren zwar meistens schon da, aber trotzdem lassen sich oft gute Bilder machen. Natürlich habe ich bei einer solchen Gelegenheit einen Besen dabei.

Eine weitere Herausforderung für mich ist kreativ zu sein, also wirklich was Neues zu finden. Besonders im Studio ist das nicht einfach. Sicherlich haben schon hunderte Fotografen eine nackte Frau im seitlichen Licht fotografiert.

Schönheit des nackten Körpers - Akt im Studio
Schönheit des nackten Körpers - Akt im Studio
Nackt an der Wand in seitlichem Licht
Nackt an der Wand in seitlichem Licht

Dazu kommt, dass ich im Studio nicht so viel Platz habe, dass ich mit dem Licht alles machen kann. Ich muss also die Kleinigkeiten suchen, die den Unterschied machen. Vielleicht sind deshalb meine Bilder manchmal etwas zu intellektuell.


Im Herbst kam ich in Vietnam nach Ninh Binh. Ninh Binh ist keine sehenswerte Stadt, aber gleich daneben liegt eine der großartigsten Landschaften der Welt, die sogenannte Trockene Halong Bucht. Die Berge sind so aufregend wie in der Halong Bucht, nur kann man dazwischen mit dem Fahrrad fahren. Auch soll es hier seltener Nebel geben. Ich habe dort einen Engländer getroffen, der in Hanoi wohnt und öfter dorthin fährt. Er nannte die Landschaft sehr treffend very peaceful.

Ninh Binh - formenreiche Felsen im der Trockenen Halongbucht
Ninh Binh - formenreiche Felsen im der Trockenen Halongbucht

Für die Kunst muss man leiden können. Das geht mir als Fotograf so und mehr noch manchmal den Models. Sich nackt so auf einen steinigen Feldweg zu legen ist eine schmerzhafte Übung. Ein Glück, dass Frauen Schmerzen besser aushalten als Männer.

Leiden für die Kunst - Kim nackt auf einem steinigen, harten Feldweg
Leiden für die Kunst - Kim nackt auf einem steinigen, harten Feldweg

Auch wenn ich den Models viel zumute, versuche ich doch so wenig wie möglich einzugreifen. Auf dem folgenden Bild habe nur die Atmung optimiert. Das reicht für die notwendige Körperspannung völlig aus. Sigruns Brüste, die Taille und die Hüften sind gut in Form und sie sieht sehr natürlich aus.

Sigrun nackt und frei im Brandenburgischen Kiefernwald
Sigrun nackt und frei im Brandenburgischen Kiefernwald

Sigrun hat mir später erzählt, dass sie es als eine Art Freiheit empfunden hat, als ich sie nackt fotografiert habe. Vielleicht hat sie so ein Stück vom verlorenen Paradies zurück bekommen und es tat ihr gut. Als sie dann das erste Bild von sich auf dieser Seite gesehen hat und ihr klar wurde, dass alle sie nackt sehen können, war sie ziemlich überrascht und aufgekratzt.

Tatsächlich ist es so, dass viele Frauen sich selbst verwirklichen, wenn sie vor der Kamera stehen. Selbst wenn sie gar nicht so viel Einfluss auf das Ergebnis haben. Aurelia hatte bestimmt nicht zu wenig Erfolg in ihrem naturwissenschaftlichen Studium (hier habe ich sie kurz vor ihrem Master fotografiert). Und trotzdem waren ihr die Shootings wichtig.

Akt mit Gitarre auf einem Feldweg in Pommern
Akt mit Gitarre auf einem Feldweg in Pommern

Natürlich ist Selbstverwirklichung nicht das einzige Motiv für eine Frau sich fotografieren zu lassen. Trotzdem glaube ich, es ist für sie ein schönes Gefühl, angeguckt zu werden. Des letzte Bild auf dieser Seite ist schon etwas älter. Es war das erste Shooting, bei dem ich zwei Frauen vor der Kamera hatte.

Paarakt - zwei nackte Frauen auf schwarzem Grund
Paarakt - zwei nackte Frauen auf schwarzem Grund